Etikettenschwindel bei Berufsunfähigkeitsversicherungen

Etikettenschwindel ? Nicht immer ist garantierte BU drin, wo BU draufsteht …

Etikettenschwindel bei BU-Versicherungen?

Nicht immer ist garantierte BU drin, wo BU draufsteht  … zumindest nicht so, wie man es als Kunde normalerweise erwartet.

Aktueller Fall im Rahmen eines Checks – eine seit 2004 bestehende Versicherung Berufsunfähigkeit

Auf den ersten Blick nichts Ungewöhnliches, vom Namen mal abgesehen. Es handelt sich um eine fondsgebundene Risiko- und BU Versicherung, Rentenleistung bei 50% Berufsunfähigkeit, sofern diese länger als 6 Monate andauert.

Soweit so gut. Okay, die Leistung ist etwas zu niedrig, was man jedoch heilen kann.

Ein Kunde würde jetzt erwarten, dass im Leistungsfall die vereinbarte Rente gezahlt wird. Zumindest solange die Berufsunfähigkeit andauert.

Auf das Kleingedruckte achten

Das stimmt jedoch im obigen Fall nur bedingt. Bei näherer Betrachtung fällt folgender Hinweis auf:

„Alle aufgeführten Leistungen sind bedingt garantiert. Sie sind nur solange in der hier angegebenen Höhe vereinbart, wie Beiträge und Anteilguthaben ausreichen.“

Konkret – ist das angesparte Kapital weg, beispielsweise durch einen Börsen Crash, gibt es kein Geld mehr. Kein Geld, keine Leistung – der Vertrag endet zu diesem Zeitpunkt. Also doch Etikettenschwindel bei Berufsunfähigkeitsversicherungen ?

Stellt sich die Frage, was hat so ein Vertrag mit der ursächlichen Aufgabe einer Versicherung zu tun? Nichts! Es darf bezweifelt werden, dass der damalige Vermittler hiervon Kenntnis hatte. Der Kunde hatte es nicht.

Worauf ist noch zu achten?

Die alte Binsenweisheit „Drum prüfe, wer sich ewig bindet (Friedrich Schiller)“ kennt wohl Jeder. Wann haben Sie Ihre Verträge das letzte Mal geprüft oder prüfen lassen?

Sehr beliebt bei unseren Kunden – die Gesundheitsfragen. Von uns penibel bereits vor Angebotserstellung beachtet. Wir geben grundsätzlich kein Angebot zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung ab, ohne vorherige Beantwortung der Gesundheitsfragen.

Es mag merkwürdig und furchtbar kompliziert anmuten – wir hinterfragen in der Tat sehr genau. Beispielsweise die tatsächlichen Arztbesuche – auch dann, wenn es sich „nur“ um eine Erkältung gehandelt haben sollte. In der Regel gehen wir sogar soweit, dass wir um Vorlage der Krankenakte bitten. Sie werden erstaunt sein, was da alles so drin steht.

Warum wir das machen? Ganz einfach – wir wollen, dass Sie im Leistungsfall auch die Leistung erhalten. Tritt der Leistungsfall ein prüft der Sachbearbeiter – wir nennen ihn Leistungsprüfer – Ihre Angaben im Antrag. Wie macht der das? Der Leistungsprüfer fordert bei Ihren Ärzten die Krankenakten an. Sollten sich Differenzen zwischen Antrag und Krankenakte ergeben – dann haben Sie aller Wahrscheinlichkeit nach ein Problem.

Empfehlung – hüten Sie sich vor „Beratern“, welche einen Arztbesuch aufgrund einer „Erkältung“ oder Ähnlichem als Lappalie abtun.

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz